Schnurrbart, Frisur und Eierkopf... Vorlagentreue wichtig?

Hercule Poirot
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Perrier
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Schnurrbart, Frisur und Eierkopf... Vorlagentreue wichtig?

Beitrag von Perrier » 01.05.2012, 10:28

Ein Thema, das bei Literaturverfilmungen immer wieder aufkommt: wie wichtig ist die Vorlagentreue?
Und ganz speziell in diesem Fall: wie wichtig ist es, dass Poirot auch so aussieht, wie ihn Agatha Christie beschrieben hat?

Bei anderen Autoren und deren Charakteren kommt ja oft genug vor, dass die Beschreibung der äußeren Erscheinung ihrer Helden oft vage ausfällt. Das ist bei Agathta Christie und Poirot nun sicher nicht der Fall. Sie hat ihren Hauptprotagonisten wirklich haargenau beschrieben, die Körpergröße, die Frisur, Form und Größe des Schnurrbarts, sogar die Ei-Form seines Kopfes (wobei ich mich beim ersten mal, als ich das gelesen habe, sofort gefragt habe: ist das spitze Ende des Eis oben oder unten? :D )
Wie wichtig oder unwichtig ist es bei der filmischen Umsetzung, dass diese äußeren Charakteristika möglichst nahe übernommen werden? Wie viel macht die Performance das Schauspielers aus? Oder könnte es sogar schädlich sein, wenn man versucht, sich zu stark an diese Vorgaben zu klammern?

Bei Hercule Poirot gibt es ja genug Möglichkeiten, das anhand von Beispielen zu diskutieren, und obwohl ich mich gerne auf Poirot konzentrieren möchte (deswegen hab ich das Thema auch unter "Poirot" eröffnet), sei es Euch natürlich auch frei gestellt, andere Beispiele heranzuziehen, wenn Ihr wollt... Miss Marple, Captain Hastings, Colonel Race... Sherlock Holmes, Harry Potter oder Bruce Wayne...

Vorausgesetzt natürlich, das Thema ist nicht schon tausendmal durchgenudelt worden und Ihr habt überhaupt noch Bock darauf, das noch mal zu diskutieren! ;) (Falls es so ein Thema schon gibt (ich hab keins gefunden), geb ich mich auch gerne mit einem Link dahin zufrieden.)

Ich halt meine eigene Meinung erst mal zurück, beschränke mich lediglich auf eine kleinen Gedanken am Rande:
Was passiert wohl, wenn David Suchet es schließlich wirklich noch schafft, seinen Traum zu verwirklichen, alle Poirot-Geschichten zu verfilmen? Ganz am Schluss, wenn der "Vorhang" fällt, werden sie dann wohl zum ersten mal ein Problem mit seinem Haaren haben!



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Re: Schnurrbart, Frisur und Eierkopf... Vorlagentreue wicht

Beitrag von Perrier » 06.05.2012, 13:36

Niemand? Schade. Wahrscheinlich wirklich schon zu oft durchgekaut worden, das Thema.

Trotzdem, zumindest Eure Spekulationen dazu, wie das Problem mit Suchets Glatze eventuell in "Curtain" gelöst werden könnte, hätten mich schon interessiert.

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Christian
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Re: Schnurrbart, Frisur und Eierkopf... Vorlagentreue wicht

Beitrag von Christian » 17.05.2012, 20:53

100-prozentig muss für mich die äußerliche Ähnlichkeit nicht sein. Wichtiger ist mir, dass Charaktere und Handlung authentisch sind und dem Geister der Vorlage entsprechen. Die Maskenbildner dürften auch nicht zu viel Schwierigkeiten mit der Schlussszene haben: auch David hat nicht mehr so viele Haare. Ein Leidensgenosse:


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Christian Kirsch (Administrator)

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Re: Schnurrbart, Frisur und Eierkopf... Vorlagentreue wicht

Beitrag von Perrier » 23.05.2012, 08:33

Das Problem wäre eher, dass Poirot in "Curtain" Haare hat - zumindest auf den ersten Blick: verdächtig volles, schwarzes Haar. ;)

(Klasse Foto übrigens!)

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